Was tun?

An dieser Stelle möchte unser Webportal "Menschliche Entwicklung stärken" Perspektiven aufzeigen, die Mut machen sollen. Jeder Einzelne kann zur Stärkung der menschlichen und der nachhaltigen Entwicklung beitragen. Fangen Sie am besten bei sich und den Menschen in Ihrer Umgebung an und erkunden Sie von dort aus, wie Sie die Welt ein kleines Stückchen besser machen können.

Nachhaltiger Konsum

Konsum ist ein wesentlicher Teil des Wirtschaftsgeschehens. Unsere Art und Weise zu konsumieren kann daher ein erster Schritt sein, die Lebensbedingungen weltweit zu verbessern. Es kommt dabei nicht nur darauf an, dass Produkte und Konsumgüter ökologisch verträglich und sozial fair hergestellt wurden. Zusätzlich dazu zählt auch, wie ökologisch verträglich und sozial fair unsere Lebensweise ist. Brauchen wir wieder ein neues Handy? Muss es jeden Tag Fleisch geben? Ist unser Kaffee, unser Kakao, unsere Schokolade Fair- oder Direct-Trade? Wie wird die Baumwolle unserer Kleidung angebaut? Kann ich meine alte Jeans noch flicken? Wie verhalten sich die Konzerne, deren Produkte ich einkaufe?

Traktor auf Müllhalde
Unser Konsumverhalten schafft immer größere Mengen Müll, die die Umwelt bereits jetzt an ihre Grenzen bringen

Dass Erzeugungsweisen und Konsumverhalten zusammengehören, wird unter Betrachtung von Wertschöpfungsketten genauso deutlich wie angesichts von "Rebound-Effekten". "Rebound-Effekte" nennen sich Effizienzgewinne, beispielsweise bei energiesparenden Geräten, die sich aufgrund von gleichzeitig erhöhtem Konsum nicht in Energieeinsparungen niederschlagen. Dabei spielen auch moralische Grundfragen eine große Rolle: Was verstehen wir unter Verteilungsgerechtigkeit? Wie halten wir es mit dem Verursacherprinzip, also der Frage, ob die größten Umweltverschmutzer nicht auch für die entstehenden Schäden durch den Klimawandel aufkommen sollen? Wie treffend sind unsere gängigen Definitionen von Wohlstandsindikatoren? Gleichzeitig besteht jedoch hoher ökologischer und sozialer Handlungsdruck, das globale Wirtschaftssystem und damit auch das Konsumverhalten umzusteuern. Bewegungen wie die Transition Town-Bewegung, die Do-it-yourself-Kultur, die Urban Gardening- und Regio-Geld-Bewegung sowie Repair Cafés zeigen Wege hin zu in einem nachhaltigen Konsum. Sie zeigen zudem Lösungsansätze, um auf drängende gesellschaftliche Probleme wie Ressourcenüberlastung und -knappheit zu reagieren und negative Folgen des Klimawandels abzubremsen.

Fair Trade

Eine Möglichkeit zu fairerem Konsum bietet das Fair-Trade-Siegel. Fairtrade arbeitet intensiv an der Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel sichern den Kleinbauernfamilien existenzsichernde Preise, lohnabhängigen Beschäftigen auf Plantagen, Blumenfarmen oder in Teegärten bessere Arbeitsbedingungen und geben dadurch Vertrauen und Sicherheit für eine selbstbestimmte Zukunft. Fairtrade hat das Ziel, das Ungleichgewicht im weltweiten Handel abzubauen, indem Bauern und Arbeiter gestärkt werden. Als Werkzeuge für diese Veränderung dienen die Fairtrade-Standards.

Fair Trade Logo

Sie bilden den Rahmen für die soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung der Produzentenorganisationen und schreiben die Zahlung von stabilen Preisen und einer zusätzlichen Prämie für Gemeinschaftsprojekte vor. Mit dem Kauf von Produkten mit dem Fairtrade-Siegel leistet man einen konkreten Beitrag zur Stärkung von Bauern und Beschäftigten auf Plantagen. Das unabhängig kontrollierte Fairtrade-Siegel bedeutet, dass die verwendeten Fairtrade-Rohstoffe von Produzentenorganisationen stammen, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards einhalten.  Fairtrade arbeitet mit benachteiligten Kleinbauern und Arbeitern im globalen Süden zusammen, deren Lebenssituation durch gerechteren Handel gestärkt werden soll. Ziel von Fairtrade ist es, den Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden weiter abzubauen.

Ehrenamtliches Engagement

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung zeigen uns: Alle Länder müssen sich transformieren, damit wir unsere Welt nachhaltig gestalten. Um diese Aufgaben zu bewältigen zu können, benötigen wir nicht nur einen neuen Blick auf unsere Tätigkeiten in Deutschland und deren Auswirkungen in der Welt. Es werden auch Menschen benötigt, die die Ziele für nachhaltige Entwicklung im Alltag mit Leben füllen. Engagieren Sie sich ehrenamtlich! Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig. Egal ob Sie Jugendlichen Nachhilfe geben, mit älteren Menschen einkaufen gehen, den Stadtpark verschönern oder eine lokale Büchertauschbörse errichten wollen. Viele humanitäre und ökologische Projekte sind abhängig von der Hilfe ehrenamtlicher, engagierter Menschen. Ehrenamtliches Engagement zum Beispiel in einem Verein oder einer Initiative bringt Ihnen eine Reihe von Vorteilen:

  • Hilfebedürftige werden unterstützt;
  • das Projekt kann durch Ihre Hilfe auch weiterhin einen guten Zweck verfolgen;
  • Es bereichert Sie und Ihr Umfeld;
  • Sie helfen mit, die Welt ein bisschen lebenswerter zu machen.

Spenden Sie!

Sollten Sie keine Zeit finden sich ehrenamtlich zu engagieren, dann kann natürlich auch eine kleine Spende beispielsweise an eine humanitäre Organisation schon viel bewirken. Doch auch vor dem Spenden sollten Sie sich ein paar grundsätzlichen Dingen bewusst werden:

  1.  Wo gibt es Ihrer Meinung nach den größten Bedarf an Spenden?
  2.  Wo hat meine Spende den größten Einfluss?
  3.  Was ist momentan (unabhängig von der medialen Aufmerksamkeit) das drängendste Problem?

Auch uns als Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. können Sie mit einer Spende unterstützen.