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Infodienst Bevölkerung & Entwicklung 4/2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Vorbereitungen auf den Rio+20-Gipfel im nächsten Jahr laufen bereits auf Hochtouren. Wichtige Beiträge dazu liefert der Bericht über die menschliche Entwicklung 2011, den wir zusammen mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) vorgestern in Berlin vorgestellt haben.

Der Bericht drängt darauf, Fragen ökologischer Nachhaltigkeit nicht unabhängig von Fragen sozialer Gerechtigkeit und glober Ungleichheiten zu betrachten. Und er unterstützt nachdrücklich die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer.

Der Bericht liefert umfangreiches Datenmaterial, das seine Argumente untermauert. Der bekannte Index der menschlichen Entwicklung (HDI) wurde mit dem Ungleichheit einbeziehenden HDI um Verteilungsaspekte ergänzt. Auch Geschlechtergerechtigkeit wird mit einem Index messbar gemacht und durch die Messung der mehrdimensionalen Armut wird deutlich, dass die Anzahl der in mehreren Dimensionen Armen deutlich höher als, als die Zahl der Armen, von denen bei den Millienniums-Entwicklungszielen ausgegangen wird.

Wir wünschen eine anregende Lektüre.

Ihre Online-Redaktion

Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gehören zusammen

Bericht über die menschliche Entwicklung (HDR) 2011

Sieben Monate vor dem "Rio+20"-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro mahnt der neue Bericht über die menschliche Entwicklung 2011, Gerechtigkeitsfragen stärker mit in den Blick zu nehmen. Unter dem Titel "Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit: Eine bessere Zukunft für alle" macht der Bericht deutlich, dass Nachhaltigkeit unauflöslich mit Gerechtigkeit verbunden ist – mit Fragen von Fairness, sozialer Gerechtigkeit und besserer Lebensqualität. Es müsse unverzüglich gehandelt werden, um eine weitere Verschlechterung der Umweltsituation zu verhindern und die Ungleichheiten auf der Welt zu verringern. Geschieht dies nicht, könnten viele Entwicklungsfortschritte in den ärmsten Ländern der Welt wieder zunichte gemacht werden, warnt der Bericht, der kürzlich vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) weltweit und von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Berlin veröffentlicht wurde. Der Bericht beinhaltet auch das neueste Länder-Ranking des Index der menschlichen Entwicklung (HDI).

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Bessere Steuersysteme für mehr Entwicklung

Int. Konferenz zur Entwicklungszusammenarbeit in Busan

Ende November wird in Busan (Korea) auf Initiative der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine hochrangige Konferenz der internationalen Gemeinschaft darüber beraten, wie Entwicklungszusammenarbeit effektiver gemacht werden kann. Es geht um nicht weniger als eine neue globale entwicklungspolitische Architektur.

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Ungleichheit führt zu Rangverlusten

Index der menschlichen Entwicklung 2011 vorgestellt

Berücksichtigt man Verteilungsaspekte, sieht die Weltrangliste der menschlichen Entwicklung anders aus. Länder mit sehr hohem Wert beim Index für menschliche Entwicklung (HDI), wie die USA, Kanada, Israel und die Republik Korea, stehen beim Ungleichheit einbeziehenden HDI deutlich schlechter da. Dies ergibt sich aus dem aktuellen Länder-Ranking des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Das Ranking berücksichtigt die Leistungen der Länder in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen. Es ist Bestandteil des Berichts über die menschliche Entwicklung 2011, der in deutscher Übersetzung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) herausgegeben wird.

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Auf den Fußabdruck kommt es an

Bevölkerungsentwicklung und Klimawandel

Demographische Daten und Bevölkerungstrends müssen in Strategien zur Anpassung an den Klimawandel berücksichtigt werden, heißt es im aktuellen Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Zudem gehörten Bevölkerungsthemen auf die Tagesordnungen der anstehenden internationalen Umweltkonferenzen – insbesondere der "Rio+20"-Konferenz im Mai 2012. Das Schlüsselproblem bleibe allerdings der exzessive Konsum der wenigen Wohlhabenden, nicht die wachsende Zahl der vielen Armen.

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7 Milliarden Menschen – 7 Milliarden Möglichkeiten

Weltbevölkerungsbericht 2011

Ende Oktober 2011 kam der siebenmilliardste Mensch auf die Welt. Damit ist die Weltbevölkerung innerhalb von nur zwölf Jahren um eine Milliarde Menschen gewachsen. Was es bedeutet, wenn immer mehr junge, aber auch immer mehr alte Menschen auf der Erde leben, untersucht der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) in seinem neuen Weltbevölkerungsbericht, der heute in New York und Berlin vorgestellt wurde. Der Bericht "Sieben Milliarden Menschen und Möglichkeiten" zeigt, was Menschen in verschiedenen Ländern unternehmen, um unsere Welt zu gestalten und die Lebensbedingungen zu verbessern. Denn was wir heute tun, wird mitbestimmen, ob die Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts auf 10 oder auf 16 Milliarden wachsen wird und ob unsere Zukunft nachhaltiger und gerechter sein wird.

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Neu auf "Klimawandel-bekaempfen.de":

Anpassung an den Klimawandel: Ungelöste Aufgabe für Regierungen

„World Resources Report“ mit Konzepten für eine wirksame Klimapolitik

„Der Klimawandel ist nicht ausschließlich ein Umweltthema. Es ist ein Thema, das berücksichtigt werden muss, wenn die menschliche Entwicklung über einen langen Zeitraum nachhaltig sein soll.“ Dies stellte Olav Kjorven, Direktor des Büros für Entwicklungspolitik des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, anlässlich der Präsentation eines Berichts zu Anforderungen an politische Entscheidungsprozesse angesichts des Klimawandels fest. Er fügte hinzu: „Regierungen müssen jetzt dazu übergehen, Klimarisiken in ihre Pläne und Konzepte für alle Sektoren einzubeziehen, darunter städtische Entwicklung, Planungen für Küstenregionen, Landwirtschaft, Wasser- und Waldmanagement sowie die Erzeugung von Elektrizität.“

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Frauen in ländlichen Gebieten

Ebenso wichtig wie ihre Rolle in Demokratie-, Menschenrechts- und Friedensbewegungen ist der Beitrag von Frauen zu einer nachhaltigen Entwicklung, sagte UN Generalsekretär Ban Ki-moon anlässlich des Internationalen Tages der Frauen in ländlichen Gebieten, der am 15. Oktober begangen wird. Einen Tag vor dem Welternährungstag (16. Oktober) erkennen die Vereinten Nationen mit diesem besonderen Tag an, dass Frauen in ländlichen Gebieten in wesentlichem Maße Entwicklung fördern, die Ernährungssicherheit verbessern und die ländliche Armut bekämpfen.

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Millenniums-Entwicklungsziele

Welthungerbericht 2011: Schwankende Preise und wachsender Hunger

UN-Organisationen diagnostizieren negative Auswirkungen des internationalen Handels mit Agrarprodukten auf Ernährungssituation

Die Zahl der Hungernden auf der Welt hat sich im letzten Jahr nach neuesten Zahlen der Vereinten Nationen auf 925 Millionen Menschen erhöht. In den Vorjahren waren es durchschnittlich 850 Millionen gewesen. Vor allem in Afrika ist die Zahl der hungernden Menschen gestiegen, während sie in vielen asiatischen Ländern stagniert. Dies geht aus dem „Welthungerbericht 2011“ hervor, der am 10. Oktober 2011 in Rom der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Zu den Ursachen des wachsenden Hungers schreiben die leitenden Persönlichkeiten der Herausgeber im Vorwort des Berichtes: „Kleine importabhängige Länder, besonders in Afrika, sind hart getroffen worden von den Nahrungsmittel- und Wirtschaftskrisen.“

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Themenschwerpunkt Nahost-Konflikt

Neu auf www.frieden-sichern.de

Im September 2011 hat der Nahost-Konflikt einen neuen Höhepunkt erreicht: Am 23.09. hat Palästinenser-Präsident Abbas die Aufnahme des Staates Palästina in die Vereinten Nationen beantragt. Dieser Schritt erfolgt ohne das Einvernehmen Israels. Die Vereinten Nationen rücken schlagartig wieder in den Mittelpunkt eines Konflikts, den sie seit mehr als 60 Jahren begleiten. Unser aktueller Themenschwerpunkt auf www.frieden-sichern.de informiert kompakt über Stand, Hintergrund und Entwicklung des Nahost-Konflikts und gibt Orientierung. Dort finden Sie auch die neuste Ausgabe der UN-Basis-Informationen "Die Vereinten Nationen und der Nahost-Konflikt", die als pdf-Datei und als interaktive Präsentation zur Verfügung steht.

Leitbild

Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration

Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.

Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren. 

"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will:

  • Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten,

  • Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren,

  • Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen,

  • aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.

Impressum

Online-Redaktion: Christina Kamp,  Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P. Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

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