Sollte dieser Newsletter nicht korrekt angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Logo Menschliche Entwicklung stärken

Infodienst Bevölkerung & Entwicklung 1/2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

Fortschritte bei der menschlichen Entwicklung tragen den Bedürfnissen der Menschen nach Erweiterung ihrer Freiheiten und der Entwicklung ihrer je individuellen Fähigkeiten Rechnung. Dass dies am besten im Einklang mit den Gesetzen, Grenzen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Natur geschieht, zeigen wir in dieser Ausgabe unseres Informationsdienstes.

Wir geben Einblicke in die Vorüberlegungen und Diskussionsprozesse zum kommenden Bericht über die menschliche Entwicklung 2011, der in diesem Jahr die Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung aufgreifen und vertiefen wird.

Wenn der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung sich heute für ökologische Anbaumethoden ausspricht, so macht dies deutlich, dass man nicht auf einst populären, aber offenbar falschen Lösungen beharren muss, wenn sich diese als Irrwege erweisen.

Es darf umgedacht werden. Dies zeigen auch die Beispiele der "Blue Economy". Das Buch bietet eine Fülle innovativer Ansätze, mit der Natur - und nicht gegen sie - zu denken und Fortschritte zu machen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Online-Redaktion "Bevölkerung & Entwicklung"

Flucht aus Libyen

Foto: UNHCR A. BranthwaiteDie zunehmende Gewalt und Angriffe gegen Ausländer in Libyen zwingen seit Mitte Februar Tausende von Menschen zur Flucht. Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und andere Hilfsorganisationen haben Zeltlager an den wichtigsten Grenzen eingerichtet, wo die Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgt werden. Die meisten von ihnen sind Migranten, die in Libyen gelebt haben. Nach Möglichkeit wird ihnen die Weiterreise in die Heimat erleichtert. William Swing, Direktor der Internationalen Migrationsorganisation (IOM), sprach von "einer der größten humanitären Evakuierungsaktionen in der Geschichte".

Auf dem neuen Online-Portal "Frieden-sichern.de" lesen Sie:

Konflikte & Brennpunkte | 22.03.2011

Côte d’Ivoire - der vergessene Krieg

Während die Welt auf die Atomkatastrophe in Japan und die Revolutionen in Nordafrika schaut, insbesondere auf die Ereignisse in Libyen, bahnt sich im Westen des Kontinents ein furchtbarer Bürgerkrieg an. Seit der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr kommt es an der Côte d’Ivoire immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Amtsinhabers Laurent Gbagbo und seines Herausforderers Alassane Ouattara, der international und explizit auch von der UN als Wahlsieger angesehen wird.

HDR 2011: Wege zu nachhaltiger menschlicher Entwicklung

Vorüberlegungen und Diskussionsprozesse zum kommenden Bericht über die menschliche Entwicklung 2011

Nach 20 Jahren UNDP-Bericht über die menschliche Entwicklung (2010) nähert sich in großen Schritten ein weiteres Jubiläum: "Rio + 20" (2012), ein neuer Meilenstein 20 Jahre nach dem wegweisenden Weltgipfel für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro (1992), der das Konzept der nachhaltigen Entwicklung auf eine breite politische Grundlage gestellt hat. Während der anstehende Weltgipfel "Rio + 20" der Nachhaltigkeitsdebatte bereits im Vorfeld neuen Schwung verleiht, bietet er auch für das Autorenteam des Berichts über die menschliche Entwicklung Anlass für neue Fragestellungen. Im Bericht über die menschliche Entwicklung 2011 soll es unter anderem darum gehen, die empirischen Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeit und menschlicher Entwicklung genauer in den Blick zu nehmen und daraus Schlussfolgerungen und Empfehlungen abzuleiten.

Erfolge der Ökolandwirtschaft im Kampf gegen den Hunger

Olivier De Schutter, UN PhotoKleinbauern in Ländern mit Nahrungsmittelknappheit können ihre Produktion binnen zehn Jahren verdoppeln, wenn sie zu ökologischen Anbaumethoden übergehen. Dies hat Olivier De Schutter, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, in einem im März 2011 veröffentlichten Bericht dargelegt. In Gebieten, wo Hunger herrscht, seien ökologische Anbaumethoden der konventionellen Landwirtschaft, die auf Kunstdünger setzt, überlegen. De Schutter betonte in seinem Bericht für den UN-Menschenrechtsrat: „Um neun Milliarden Menschen im Jahre 2050 zu ernähren, müssen wir ganz dringend die wirksamsten Anbaumethoden verwenden.“

"The Blue Economy"

Bild: Paradigm PublicationsZebrastreifen und andere Erfindungen der Natur

100 Innovationen und unternehmerische Chancen und Ideen beschreibt Gunter Pauli in "The Blue Economy" – einem Bericht an den Club of Rome. Der Autor zeigt, wie das Lernen von und Arbeiten mit der Natur und das Denken in größeren, systemischen Zusammenhängen zu neuen, kreativen Lösungen führen kann. Gerade bei steigendem Energiebedarf in Zeiten des Klimawandels werden solche Lösungen dringend gebraucht – und ebenso um die Armut zu mindern, kostengünstig Verbesserungen im Gesundheitsbereich zu erzielen und nachhaltige, umweltfreundliche Produkte zu entwickeln.

"Eine neue Ära sozialer Gerechtigkeit"

Illustration: ILOEtwa 80 Prozent der Weltbevölkerung fehlt eine angemessener soziale Absicherung, und gleichzeitig wachsen weltweit die Ungleichheiten. Das veranlasst führende Vertreter der Vereinten Nationen, eine „neue Ära sozialer Gerechtigkeit“ zu fordern. Ziel ist es, grundlegende soziale Dienstleistungen, angemessen bezahlte Löhne und eine Absicherung der Armen, Verletzlichen und Marginalisierten zu erreichen.

Alkohol erschwert den Kampf gegen HIV/Aids

Foto: CKIm vergangenen Jahr haben die Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals eine globale Strategie verabschiedet, um dem Missbrauch von Alkohol entgegenzuwirken. Im Entwurf ihrer HIV/Aids-Strategie 2011–2015 weist die WHO auf Zusammenhänge zwischen Alkohol und HIV/Aids hin und sieht politische Maßnahmen vor, um die mit dem Alkoholmissbrauch verbundenen Probleme und Abhängigkeiten anzugehen und dem Risikoverhalten entgegenzuwirken, dass den Kampf gegen HIV/Aids deutlich erschwert.

Leitbild

Portal zu Entwicklung - Bevölkerung - Migration

Menschliche Entwicklung heißt, den Menschen in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung zu stellen. Es geht darum, Menschen mehr Möglichkeiten zu eröffnen, damit sie ihre produktiven und kreativen Fähigkeiten zur Verbesserung ihrer individuellen Lebenschancen entfalten und ein Leben in Freiheit verwirklichen können. Dieses Konzept prägt das Engagement der Vereinten Nationen (UN, VN, UNO) bei der Bekämpfung von Hunger und Armut, bei der Lösung von Bevölkerungs-, Migrations- und Gesundheitsfragen oder bei Weltwirtschaftsthemen.

Menschliche Entwicklung zu stärken ist daher auch Leitmotiv dieses Informationsportals der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) - der unabhängigen, überparteilichen Anlaufstelle für alle in Deutschland, die sich für die Vereinten Nationen interessieren. 

"Menschliche-Entwicklung-staerken.de" will:

  • Aktuelle Herausforderungen zu Fragen von Entwicklung, Weltbevölkerungsentwicklung und Migration präsentieren, Hintergründe und Zusammenhänge beleuchten,

  • Politikkonzepte diskutieren und über das Engagement der Vereinten Nationen informieren,

  • Lehrern, Journalisten und Interessierten anschauliche und gut recherchierte Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen,

  • aufzeigen, wie man aktiv werden kann - global, national und bei sich Zuhause.

Impressum

Online-Redaktion: Christina Kamp,  Frank Kürschner-Pelkmann, Ulrich Keller, Dr. Alfredo Märker, V.i.S.d.P. Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin

Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

Die Herausgabe der Publiktion wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Probleme mit der Darstellung?
Sollte dieser Newsletter nicht korrekt (z.B. ohne Bilder) angezeigt werden, nehmen Sie den E-Mailabsender in Ihr Adressbuch auf und rufen Sie die E-Mail erneut auf. Es könnte auch sein, dass Ihr Email-Programm anbietet, Bilder bzw. Images extra hochzuladen.

An- und Abmeldung:
In der Rubrik Infodienst können Sie den Newsletter an- und abmelden, zwischen gestaltetem und Nur-Text-Format wechseln oder Ihr Profil ändern. Klicken Sie bitte hier.

Copyright:
Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.
(c) Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)