Menschenrechte & Entwicklung

Hungersnot am Horn von Afrika: Nur 10 Prozent der dringend benötigten Hilfsgelder sind eingegangen

Ein Mann reicht einem jungen Mädchen Linsen.

Essensausgabe in einem Ernährungszentrum in Mogadishu. ©UN Photo/Tobin Jones

Für mehr als 20 Millionen hungernde Menschen in Jemen, Nordost-Nigeria, Somalia und Südsudan fehlt es an Hilfsgeldern, die Hilfsorganisationen der UN dringend bis Ende März benötigen, um ihnen Lebensmittel, Wasser und Medikamente zukommen zu lassen.

Am 22. Februar forderte der UN-Generalsekretär, António Guterres, dazu auf, bereits seit 2016 eingeplante Hilfsgelder frühzeitig bereitzustellen. Er forderte bis Ende März 4,4 Milliarden US-Dollar auszuzahlen, um der drohenden Hungersnot entgegenzuwirken. Eingegangen sind bisher 422 Millionen US-Dollar. Das ist zu wenig.

In Nigeria verhindert die Terrokampagne von Boko Haram eine funktionierende Lebensmittelproduktion und Wirtschaft. Im zerfallenen Somalia hält die Gewalt weiter an. Südsudan und Jemen leiden weiter unter schweren bewaffneten Konflikten.

Neben nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit ist auch eine frühzeitige Auszahlung zugesagter Hilfsgelder dringend nötig.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Ansgar Skriver

    Bevölkerung und Entwicklung

    Bevölkerung und Entwicklung: Gleichrangigkeit der Themen in Kairo anerkannt - Stärkung der Rechte der Frau - Finanzierungsprobleme Wörter, Begriffe und das Scheitern der Übersetzer (21). mehr

  • Victor Beermann

    UNCTAD

    UNCTAD: Liste der ärmsten Länder jetzt mit 47 Namen - Botswana steigt auf - Neue Kriterien festgelegt - Relativer Rückgang der deutschen Leistungen (10). mehr

  • Barbara Unmüßig

    Zwischen Hoffnung und Enttäuschung Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED): eine erste Bewertung

    Der Chefmanager der ›planetarischen Rettungskonferenz‹, UNCED-Generalsekretär Maurice Strong, fiel auch bei seiner letzten Plenarrede im ›Rio-Centro‹- durch starke Worte auf: ›Dieser Prozess war eine tiefgehende menschliche Erfahrung; aus ihm werden wir nicht ohne Veränderung hervorgehen. Die Welt wird nicht mehr dieselbe sein, die internationale Diplomatie und die Vereinten Nationen nicht, und… mehr