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Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

Informationsdienst Bevölkerung & Entwicklung 5/2012

 

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren,

unzählige Christen auf dieser Welt werden das Weihnachtsfest in diesem Jahr fern ihrer Heimat verleben. Sie leben als Migranten oft am "anderen Ende der Welt" - ohne Mittel und Möglichkeiten, gemeinsam mit ihrer Familie zu feiern. Viele verbringen das Weihnachtsfest unter schwierigsten Bedingungen, viele gar auf der Flucht.

Zum internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember machen die Vereinten Nationen auf die Situation der Migranten aufmerksam. Unter der Austeritätspolitik in verschiedenen Ländern Europas leiden nicht nur die Einheimischen, sondern auch besonders die Zuwanderer. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten lohne es, sich daran zu erinnern, dass ganze Wirtschaftssektoren von Arbeitsmigranten abhängig sind und dass Migranten als Unternehmer dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen, sagt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in seiner Botschaft zum UN-Tag.

In dieser Ausgabe unseres Informationsdienstes legen wir einen Schwerpunkt auf eine Vielzahl an Herausforderungen, mit denen die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten im Bereich Migration konfrontiert sind.

Ende Januar werden wir auf einer internationalen Fachtagung in Berlin Maßnahmen zum besseren Schutz von Klimaflüchtlingen diskutieren. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie schon heute herzlich ein.

Mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest und für ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr,


Ihre Online-Redaktion

 
 

Nachrichten

Foto: UNESCO

Internationaler Tag der Migranten

Auch ich bin ein Migrant

309 Millionen Menschen in Indien zählen zu den "internen Migranten", also fast 30 Prozent der Bevölkerung des Landes. Mit ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Situation haben sich UNESCO und UNICEF in einer Veröffentlichung beschäftigt, die am 18. Dezember, dem "Internationalen Tag der Migranten", in der indischen Hauptstadt Delhi vorgestellt wurde.

 
 

Foto: UN Photo/Jan Golinski

Bilanz der UN-Klimakonferenz in Doha/Katar

Viel heiße Luft oder substanzielle Ergebnisse?

Nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit mehreren gezielt eingesetzten Hammerschlägen beendete Abdullah Bin Hamad Al-Attija, Präsident der UN-Klimakonferenz aus Katar, am Samstag fast 24 Stunden später als geplant das Treffen von Regierungsvertretern aus 194 Ländern. In Doha wurde ein Arbeitsplan für ein neues Klimaabkommen vereinbart, das 2015 abgeschlossen und 2020 in Kraft treten soll. Allerdings ist man nach der jetzigen Konferenz noch weit von einem Vertragstext entfernt.

 
 

Bild: UN

Tag der Menschenrechte

Das Recht auf Beteiligung am öffentlichen Leben

Millionen Menschen sind in den vergangenen Jahren im Nahen Osten und Nordafrika auf die Straße gegangen, um ihr Recht auf Mitsprache in der Entwicklung ihrer Länder einzufordern. Der diesjährige internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember bestärkt sie darin. Die Vereinten Nationen lenken an diesem Tag den Blick auf die Rechte aller Menschen auf Teilhabe am öffentlichen Leben und an politischen Entscheidungsprozessen.

 
 

Foto: IRIN/Aurélie Fontaine

Global Forum on Migration and Development

Migrationsdiskussion in einem Land von Einwanderern

"Der Nutzen der Migration ist vieler höher, wenn sie sicher, geordnet und legal erfolgt", betonte Peter Sutherland, der UN-Sonderbeauftragte für Migration und Entwicklung, beim "Global Forum on Migration and Development" in Mauritius. Demgegenüber sei der Preis für irreguläre Migration bei Weitem zu hoch, besonders für Frauen und Kinder.

 
 

Bild: UNFPA

UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2012

Das Recht auf Entscheidung: Familienplanung, Menschenrechte und Entwicklung

Mehr als 220 Millionen Frauen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu modernen Verhütungsmethoden. Das geht aus dem Weltbevölkerungsbericht 2012 "Das Recht auf Entscheidung – Familienplanung, Menschenrechte und Entwicklung" hervor, der im November vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) veröffentlicht wurde. Der Bericht betont das Recht auf Familienplanung und stellt Kosten und Nutzen gegenüber – für die Familien, die Gesellschaften und die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung.

Fotostrecke zum Weltbevölkerungsbericht

 
 

Foto: Georg Escher

"Ma Ellen", UNMIL und die Zukunft Liberias

DGVN-Informationsreise für Journalisten deutscher Regionalzeitungen

Um zu einem besseren Bild in der Öffentlichkeit über die komplexen Aufgaben und Herausforderungen der Vereinten Nationen in Krisenregionen beizutragen, organisierte die DGVN im November erstmalig eine Informations- und Recherchereise für Journalistinnen und Journalisten im westafrikanischen Liberia. Mit vollem Programm ging es in eine Region, die hervorragende Anschauungsmöglichkeiten für internationales Krisenmanagement, Konfliktnachsorge und Aufbauhilfe durch die internationale Gemeinschaft bietet.

 
 

Foto: UN Photo/Jean Pierre Lattfont

Besserer Schutz für Benachteiligte im Wirtschaftsleben

UN-Experten fordern Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte auf

Ohnehin benachteiligte Gruppen in der Gesellschaft werden leicht zu Opfern der Tätigkeit internationaler und nationaler Unternehmen. Zu diesem Ergebnis ist die „Arbeitsgruppe für die Frage der Menschenrechte und transnationaler Unternehmen sowie anderer Wirtschaftsunternehmen“ gekommen.

 
 

Foto: Mohamed Amin Jibril / IRIN

Hoffnungsschimmer in Somalia

'Gescheiterter Staat' muss mit den Folgen des 20jährigen Bürgerkriegs fertig werden

Nach dem Ende des Übergangsprozesses hat sich die Sicherheitslage in Somalia verbessert. Doch während Leben in die Straßen der Hauptstadt Mogadischu zurückkehrt, sind die andauernden Probleme und künftigen Herausforderungen nach 20 Jahren Bürgerkrieg für den "failed state" Somalia gewaltig. Die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bleibt essentiell.

 
 

Foto: Christina Kamp

Migranten in der Krise

Spardruck in Griechenland fordert hohen Tribut

Die massiven Streiks in Athen lenken die Aufmerksamkeit auf die anhaltende wirtschaftliche und soziale Misere der griechischen Bevölkerung. Wenig im Blick ist die Situation der Migranten, deren Lage sich durch die Krise drastisch verschlechtert hat. 

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Publikationen

Testbild

Die Vereinten Nationen und Umwelt

UN-Basis-Informationen Nr. 45

Für die Vereinten Nationen gehört der Umwelt- und Klimaschutz inzwischen zu den Hauptaufgaben. Er hat einen ähnlichen Rang erlangt wie die Sicherung des Weltfriedens oder der Schutz der Menschenrechte. Eine Vielzahl unterschiedlicher UN-Organe befasst sich mit Einzelaspekten der Umweltpolitik. Die neuen UN-Basis-Informationen Nr. 47 geben einen Überblick über die komplexe Umweltarchitektur der Vereinten Nationen.

 
 

Rio+20 und nun?

Unterrichtsmaterial für die Bildungsarbeit

Das neue Heft der DGVN "Rio+20 und nun?" bereitet die Themen des UN-Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung für Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe 1 anschaulich auf. Das Heft beginnt mit dem Bericht über die menschliche Entwicklung des UN-Entwicklungsprogrammes UNDP. Der zweite Teil bezieht sich auf das Grundlagenpapier "Auf dem Weg zu einer grünen Wirtschaft" des UN-Umweltprogrammes (UNEP), der dritte befasst sich mit den Perspektiven für Europa.

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Veranstaltungen

Foto: Tim MKulka/UN

Foto: Tim MKulka/UN

Millionen Vertriebene ohne Schutz? Klimaflucht in Entwicklungsländern

Internationale Fachtagung am 29. Januar 2013 in Berlin

Migration zählt zu den wichtigsten Folgen des Klimawandels. Gerade in Entwicklungsländern ist eine Vielzahl von Menschen betroffen, da arme Menschen wenige Chancen haben, sich an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen. Gegenwärtig existieren völkerrechtliche Schutzmechanismen nur für politische Flüchtlinge. Klima- oder Umweltflüchtlinge werden durch das bestehende Instrumentarium nur unzureichend erfasst. Die Frage, wie Klimaflüchtlinge besser geschützt werden können, steht im Zentrum einer internationalen Fachtagung am 29. Januar 2013 in Berlin, zu der die DGVN herzlich einlädt.

Weitere Informationen und Anmeldung

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Impressum

Redaktion: Christina Kamp, Ulrich Keller

V.i.S.d.P.:  Dr. Beate Wagner, DGVN-Generalsekretärin


Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)

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