Bevölkerung

Seit 1960 hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt. Sieben Milliarden Menschen umfasst die heutige Weltbevölkerung. Nach UN-Schätzungen soll die Anzahl derer, die auf der Erde wohnen bis 2100 auf 10 Milliarden Menschen anwachsen. Besonders in armen Regionen mit zumeist knappen und/oder nicht zugänglichen Ressourcen kommt den wachsenden Bevölkerungszahlen eine bedeutene Rolle zu. Das Bevölkerungswachstums seit 1960 macht deutlich, dass die Geburtenraten in Regionen sinken, je höher Bildung, Einkommen und Lebenserwartung sind. Hohe Geburtenraten sind daher zumeist ein Zeichen von Armut, wirtschaftlicher Unsicherheit und fehlender Bildung. Kinder sind in dieser Situation existenzsichernd und können sowohl bei der täglichen Arbeit helfen, als auch Teil des sozialen Netzes der Eltern und Verwandter sein und diese im Alter finanziell unterstützen. Eine immer wachsende Bevölkerungszahl bedeutet jedoch auch, dass mehr Böden, mehr Wasser und mehr Rohstoffe benötigt werden. Auch die Kapazitäten von Schulen und Krankenhäusern müssen immer wieder ausgebaut werden. Das steigende Bevölkerungswachstum gilt als ein Grund für die weiter anhaltende Armut und die wachsenden Umweltprobleme.

Bevölkerungsentwicklung nach Regionen

Grafik: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Grafik: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Nachrichten

  • Gesundheit/AIDS

    Die Weltgesundheitsorganisation zwischen Hoffnung und Ernüchterung

    Im April machte die Weltgesundheits- organisation (WHO) mit gleich zwei optimistischen Berichten Hoffnung auf Erfolg im Kampf gegen globale Gesundheitsbedrohungen. In der Tat zeigen die gezielten Präventions- sowie Behandlungskampagnen der Organisation besonders im globalen Süden Wirkung. Getrübt wird das Bild durch die lange Liste akuter humanitärer Krisen und dem damit einhergehenden Zusammenbruch der Gesundheitssysteme in den betroffenen Regionen. Die Notlagen in Nigeria, Südsudan und dem Nahen Osten stellen die Organisation derzeit vor eine enorme Herausforderung.

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  • Bevölkerung

    Weltbevölkerungsbericht 2016: Die Zukunft der zehnjährigen Mädchen

    Titelbild Weltbevölkerungsbericht 2016. Portrait-Fotos von Mädchen aus verschiedenen Teilen der Welt. Bild: UNFPA/DSW

    In 15 Jahren werden die heute zehnjährigen Mädchen 25 Jahre alt sein. Damit werden diese derzeit knapp über 60 Millionen Mädchen zum Gradmesser für die Verwirklichung der Agenda 2030. Ihre Bedürfnisse nimmt der diesjährige Weltbevölkerungsbericht in den Blick, ebenso wie die Chancen, die sich aus Investitionen in ihre Zukunft ergeben – für die Mädchen selbst und für die Gesellschaften, in denen sie leben.

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  • Syrien Bevölkerung Sicherheitsfragen & Menschenrechte Flucht und Asyl

    Humanitäre Hilfe in Syrien: Vereinte Nationen im „Aid Dilemma“

    Beschädigtes Auto mit UN-Aufschrift

    Die Vereinten Nationen haben für das Jahr 2016 mit drei Milliarden US Dollar einen Großteil der Hilfsgelder für Syrien verwaltet. Dies entspricht 42% der Mittel, die benötigt werden. Seit Ausbruch des Krieges in Syrien leisten die Vereinten Nationen über UNHCR, WFP und WHO Humanitäre Hilfe an die notleidende Zivilbevölkerung. Dabei bewegen sie sich ständig in einem Spannungsumfeld um die Frage, wie diese Hilfe möglichst effektiv erbracht werden soll. Denn ein Großteil der Gelder bzw. Hilfslieferungen kann nur mit Zustimmung des syrischen Regimes oder von ihm autorisierter Organisationen geliefert werden.

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  • Presseinformationen DGVN-Nachrichten UN-Aktuell Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Bevölkerung

    Pressemitteilung: Ungleiche Verteilung der Fortschritte bei der menschlichen Entwicklung lässt Millionen von Menschen zurück

    Cover des Berichts über die menschliche Entwicklung 2016

    Auf einer DGVN-Pressekonferenz wurde am 27.03.2017 der neu erschienenen Bericht über die menschliche Entwicklung 2016 des UN-Entwicklungs-programms (UNDP) durch Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Selim Jahan, Direktor des Büros für den Bericht über die menschliche Entwicklung bei UNDP in New York, vorgestellt.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Bevölkerung

    Vom Welthungertag zum Welternährungstag

    Am 16. Oktober erinnert die Weltgemeinschaft am Welternährungstag an die Menschen, die auch in Zeiten des globalen Überflusses noch hungern. 1945 wurde der an diesem Tag die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gegründet. Während der Anteil der Hungernden an der gewachsenen Weltbevölkerung seitdem von etwa 35% auf 11% gesunken ist, bleiben die absoluten Zahlen erschreckend konstant, schreibt Michael Brüntrup in der Aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik: Weiterhin leiden etwa 800 Millionen bis eine Milliarde Menschen weltweit an Unterernährung.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

Sieben Chancen für eine Welt mit sieben Milliarden Menschen

Foto: UN-HABITAT

1. Die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit kann das Bevölkerungswachstum verlangsamen.

2. Mehr Macht für Frauen und Mädchen kann den Fortschritt in allen Bereichen beschleunigen.

3. Junge Menschen, die voller Energie und offen für neue Technologien sind, können Politik und Kultur der ganzen Welt verändern.

4. Wenn jedes Kind ein Wunschkind und jede Geburt sicher ist, können Familien kleiner und stärker werden.

5. Wir alle sind abhängig von einem gesunden Planeten, daher müssen wir alle zum Schutz der Umwelt beitragen.

6. Durch die Förderung der Gesundheit und Produktivität der älteren Menschen lassen sich die Herausforderungen, vor denen die alternden Gesellschaften stehen, besser bewältigen.

7. Die nächsten zwei Milliarden Menschen werden in Städten leben, für diese müssen wir heute vorausplanen.

(Quelle: UNFPA Weltbevölkerungsbericht 2011)