UN-Sonderorganisationen

UNESCO Logo

UNESCO

Durch Völkerverständigung zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit in der Welt beizutragen, ist die Leitidee der 1946 gegründeten „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation“ (UNESCO). So fördert die Organisation z.B. Modellprojekte, die darauf abzielen, die Bildungssituation in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. Durch das Zusammenbringen von Natur, Geistes und Sozialwissenschaftlern aus allen Weltregionen unterstützt sie den Austausch von Ideen und leistet somit einen unverzichtbaren Beitrag zur Wissenschaft. Weiterhin fördert sie den Zugang zu Wissen und Informationen, um der „digitalen Kluft“ zwischen „ärmeren“ und „reicheren“ Ländern entgegenzuwirken. Wichtige Aufgaben der UNESCO sind darüber hinaus die Bewahrung kultureller Vielfalt und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses unterschiedlicher Kulturen.

Logo UNIDO

UNIDO

Auch für den Bereich der industriellen Entwicklung gibt es seit 1966 eine eigene Sonderorganisation: Die Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (United Nations Industrial Development Organization – UNIDO). Der Arbeitsschwerpunkt der UNIDO liegt darin, Entwicklungsländer beim Aufbau einer funktionierenden wirtschaftlichen Infrastruktur zu unterstützen, die nachhaltigen und umweltgerechten Ansprüchen genügt. Die Organisation mit Sitz in Wien hat 173 Mitgliedstaaten.

Logo WHO

WHO

Gesundheit ist von wesentlicher Bedeutung, wenn es um menschliche Entwicklung geht. Das spiegelten zuletzt die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) und nun auch die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) wider. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation – WHO) wurde 1948 in Genf gegründet und hat sich zur Aufgabe gemacht, den bestmöglichen Gesundheitsstandard für alle Menschen zu erreichen. Dafür unterstützt sie besonders in Entwicklungsländern den Auf- und Ausbau der Gesundheitssysteme und koordiniert das Themenfeld Gesundheit innerhalb des UN-Systems. Die WHO hat derzeit 194 Mitglieder.

Logo FAO

FAO

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations – FAO) hat sich zum Hauptziel gesetzt, das Welternährungsproblem zu lösen. Dabei konzentriert sich die in Rom ansässige Organisation auf Entwicklungshilfe, Informationskampagnen, Regierungsberatung und auf ihre Rolle als internationale thematische Informationsschnittstelle. Die FAO spielt besonders bei der Nahrungssicherung und der Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung eine wichtige Rolle. Die Organisation hat derzeit 190 Mitglieder.

 

*Texte auf dieser Seite: UN-Basis Information "Entwicklungszusammenarbeit der Vereinten Nationen".

Die Aufgabe von UN-Sonderorganisationen

UN-Sonderorganisationen sind eigenständige internationale Organisationen mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie können daher autonom handeln. Sie stehen zwar in einer vertraglich geregelten Beziehung zu den Vereinten Nationen, verfügen aber über separate Satzungen, Organe und Haushalte. Weder die UN-Generalversammlung, noch der UN-Generalsekretär können ihnen Weisungen erteilen. Ihre Mitgliedstaaten leisten finanzielle Pflichtbeiträge, die hauptsächlich der Finanzierung der organisatorischen Fixkosten dienen, aber in Teilen auch für operative Aktivitäten verwendet werden. Zu den entwicklungspolitisch aktivsten Sonderorganisationen gehören die Ernährungs und Landwirtschaftsorganisation (FAO), die Internationale Arbeitsorganisation ILO, die Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Im Rahmen ihrer jeweiligen Mandate sind die Sonderorganisationen auf verschiedenen Ebenen tätig. So wirken sie wesentlich an der Entstehung und Weiterentwicklung weltweit gültiger Normen, Standards und Empfehlungen mit und fördern und kontrollieren deren Umsetzung. Die Sonderorganisationen sind zudem auf den Gebieten Forschung, Information und Dokumentation tätig. Schließlich planen die Sonderorganisationen entwicklungspolitische Maßnahmen im Rahmen ihrer Arbeitsschwerpunkte und setzen sie um.

Logo IFAD

IFAD

In den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt leben über 70 Prozent der Bevölkerung im ländlichen Raum, viele davon unter der Armutsgrenze. Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development – IFAD) hat sich zur Aufgabe gemacht, Armut im ländlichen Raum zu bekämpfen, indem er es Menschen ermöglicht, ein höheres Einkommen zu erwirtschaften und damit ihre Ernährung zu sichern. Die 1977 gegründete Sonderorganisation verfolgt dieses Ziel in mehr als 140 Ländern.

Logo ILO

ILO

Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organisation – ILO) setzt sich seit 1919 für bessere Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. Heute führt sie mit ihren Partnern mehr als 750 technische Projekte in über 110 Ländern durch, um Arbeitsstandards zu setzen und zu überwachen, menschenwürdige Arbeitsverhältnisse für Frauen und Männer zu schaffen und den Dialog zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerorganisationen zu fördern. Besonders in Entwicklungsländern sind menschenwürdige Arbeitsverhältnisse eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. So setzt sich die ILO unter anderem auch für die Abschaffung von Kinder- und Zwangsarbeit ein.