Migration

Fast eine Milliarde Menschen sind Migranten. Jeder siebte Mensch auf dieser Welt verlässt seine Heimat und migriert innerhalb seines Landes oder ins Ausland. Migration hilft den Menschen, ihre Situation zu verbessern, und sie nützt auch den Gesellschaften, sowohl in den Herkunfts- als auch in den Aufenthaltsländern der Migranten. Migration kann eine positive Kraft darstellen und einen wesentlichen Beitrag zur menschlichen Entwicklung leisten.

Die unten stehende Grafik beinhaltet aktuelle Zahlen zur globalen Migration. Hier können Sie jedes Land der Welt anklicken, um sich den Prozentsatz der Migranten und die Top 5 der Herkunftsländer anzeigen zu lassen.

Startansicht der Infografik Migration von WissensWerte
Interaktive Grafik über globale Migration. © WissensWerte - Infografik
  • Flucht und Asyl Migration

    Der UN-Gipfel zu Flucht und Migration: Warme Worte – und sonst?

    © UN Photo (refugeesmigrants.un.org)

    In ihrer beim jüngsten Gipfel zu Flucht und Migration beschlossenen „New Yorker Erklärung“ bekennen sich die UN-Mitgliedsstaaten zu einer Unterstützung der Staaten, die viele Flüchtlinge aufnehmen, einem besseren Schutz der Rechte von Flüchtlingen und Migranten sowie verbesserten Integrationsmaßnahmen – freilich ohne rechtliche Verbindlichkeit. Kritiker betrachten den UN-Gipfel deshalb lediglich als einen „Gipfel der warmen Worte“. Doch es gibt erste kleine Schritte für eine bessere globale Steuerung von Flucht und Migration, sagen Jörn Grävingholt und Benjamin Schraven vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik.

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  • Flucht und Asyl Migration

    Noch kein Pakt aber schon eine Erklärung - UN Gipfel über Flüchtlinge und Migration

    Der Blick fällt auf den Saal der Generalversammlung in New York. Die Abgeordneten sind von hinten zu sehen. In der Mite das Rednerpult mit dem großen Logo der UN darüber thronend. Drei Personen sitzen daran. Auf den Bildschrimen im Saal ist Ban Ki-moon

    Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hielten die Vereinten Nationen am 19. September 2016 ein Gipfeltreffen zum Thema Flucht und Migration ab. Die 193 Mitgliedstaaten einigten sich angesichts der höchsten Flüchtlingszahlen seit dem Zweiten Weltkrieg auf die „New Yorker Erklärung“ zum Umgang mit Flüchtlingen und Migration. Diese soll einen zweijährigen Aushandlungsprozess für einen Globalen Pakt für Flüchtlinge einerseits und einen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration andererseits anstoßen. Doch schon jetzt wird Kritik laut.

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  • Meinung Migration & Menschenrechte Migration

    Wessen Flüchtlingskrise?

    Gabriele Köhler, DGVN-Vorstandsmitglied

    Zum ersten Mal in ihrer Geschichte trifft sich die UN-General-versammlung zu einem Gipfel zur Lage von Flüchtenden und Migrantinnen und Migranten: Lesen Sie dazu einen Meinungsbeitrag von DGVN-Vorstands-mitglied Gabriele Köhler.

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  • Politik & Gesellschaft Klimaflucht Migration Bevölkerung

    Klimawandel in Kiribati: Für eine „Migration in Würde“

    An einem Strand gehen zwei junge Menschen entlang, sie sind umgeben von großen Pfützen

    „All die Probleme haben zur Folge, dass ich gezwungen sein werde, meine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen. Und das schmerzt mich zutiefst. Es macht mich sehr traurig, denn ich liebe meine Kultur und meine Identität, meine Freunde und meine Schule.“ So hat Kirita Moote, die als Teenager in Kiribati lebt, kürzlich in einem UNICEF-Beitrag ihre Zukunftssorgen beschrieben. Kiribati zählt zu den Staaten der Welt, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Um 5,9 cm ist der Meeresspiegel im Seegebiet des pazifischen Inselstaates in den letzten zwei Jahrzehnten gestiegen. Ebenso beunruhigend sind die heftigen Stürme, die immer wieder größere Teile des kleinen Landes überfluten lassen.

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  • Meinung DGVN-Nachrichten Migration Menschenrechte & Entwicklung Syrien Flucht und Asyl Kinderrechte

    Zur Lage von Flüchtlingskindern in Deutschland

    Mahi, acht Jahre, aus Syrien in einer Berliner Flüchtlingseinrichtung © UNICEF/DT2016-45763/Ashley Gilbertson / VII Photo

    Im vergangenen Jahr kamen circa 300 000 Flüchtlingskinder in Deutschland an – jeder dritte Flüchtling ist ein Kind. Die soeben erschienene UNICEF-Studie Lagebericht zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland zeigt auf: Flüchtlignskinder haben oft keinen Zugang zu adäquater Gesundheitsversorgung oder der oft dringend nötigen psychosozialen Betreuung. Die Wartezeiten in den Erstaufnahmezentren liegt derzeit im Durchschnitt bei sechs Monaten, viel zu lang für Kinder, die oft auf der Flucht Schreckliches erlebt haben und die, wie alle Kinder, ein Recht auf ein „normales“, umsorgtes Leben haben.

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  • UN-Aktuell Meinung Migration Bevölkerung Entwicklungspolitik Flucht und Asyl Menschliche Sicherheit Konflikte & Brennpunkte

    Weltflüchtlingstag: Langfristig, mühsam, ohne Erfolgsgarantie – und doch notwendig: Die „Bekämpfung“ von Fluchtursachen

    © UNHCR

    Der heutige Weltflüchtlingstag kommt mit einem neuen traurigen Rekord daher: Ende 2015 waren laut UNHCR 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht – so viele wie nie zuvor. Trotz stark gestiegener Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa bleibt die so genannte globale Flüchtlingskrise vor allem eine Krise der armen Länder dieser Welt. Benjamin Schraven und Jörn Grävingholt unterstreichen in der "Aktuellen Kolumne" vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) die Notwendigkeit einer effektiven Bekämpfung von Fluchtursachen.

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  • Presseinformationen UN-Aktuell Meinung Humanitäre Hilfe Migration

    Zeit zu reagieren - Gastbeitrag des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon zur "Flüchtlingskrise"

    "Es ist Zeit für die internationale Gemeinschaft, eine weltweite Reaktion auf die riesigen Bevölkerungsströme zu entwickeln." UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verfasst einen persönlichen und emotionalen Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung zur europäischen "Flüchtlingskrise".

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  • Meinung Ziele für nachhaltige Entwicklung/Post-2015 Migration

    Flucht und Migration – Nur Stiefkinder der SDGs

    Syrischer Junge in einem Zelt des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im Süden der Türkei

    Angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme und der baldigen Verabschiedung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, wirft das DGVN-Präsidiumsmitglied Kerstin Leitner einen Blick auf die problematische geringe Bedeutung dieser Thematik innerhalb der SDGs und die bestehenden Herausforderungen in der globalen Flüchtlings- und Migrationspolitik. Ihr Forderungskatalog macht deutlich, was jetzt von den Regierungen der EU und den UN-Mitgliedstaaten unternommen werden müsste.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Post-2015 Migration

    Internationale Migration und die post-2015 Agenda

    Internationale Migration ist kein prominentes Ziel in der globalen Agenda der SDGs (Sustainable Development Goals) für die Jahre 2015-2030. Kerstin Leitner erläutert, warum Migration nicht nur eine Aufgabe der Innenministerien, sondern der Außenministerien, der Wirtschafts- und der Arbeitsministerien ist.

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  • Veranstaltungsbericht Migration Politik & Gesellschaft

    Deutschland als Vorreiter in der Klimapolitik?

    Drei Wochen nach Veröffentlichung des fünften Berichts des Weltklimarates und drei Wochen vor der nächsten UN-Klimakonferenz warf das UN-Gespräch am 18. Oktober in Bonn Schlaglichter auf die internationale Klimapolitik – und auf die Rolle Deutschlands im Ringen um ein neues Klimaabkommen. Es wurde deutlich, dass klimabedingte Migration schon heute Realität ist und dass es vor allem auf die Verringerung der Emissionen ankommt – egal wie.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

Millionen Menschen auf der Flucht

Die Migrationskrise Griechenlands

Migration im Überblick - ein interaktives Medienprojekt

Ein schwer beladener Lastwagen auf einer staubigen Wüstenstrasse.
Migration - Chance oder Risko? UN Photo/Paul Banks

Migration hat viele Gesichter – positive wie negative. Wir profitieren in vielerlei Hinsicht von der kulturellen Vielfalt in einer globalisierten Welt, haben aber gleichzeitig häufig Angst vor dem Unbekannten, wenn Menschen aus anderen Kulturkreisen zu einem Teil unseres alltäglichen Lebens werden.

Diesem Medienprojekt geht es um ein breiteres und ausgewogeneres Verständnis von Migration, das einer komplexen Realität angemessen ist. In acht Kapiteln werden mithilfe informativer Texte, Reportagen, Interviews und interaktiver Grafiken die verschiedenen Dimensionen von Migration aufgezeigt und vorgestellt. Wir möchten einen Überblick geben und zum Nachdenken anregen – über die Chancen von Migration, menschliche Entwicklung zu stärken.

Klicken Sie auf die Bilder der jeweiligen Kapitel, um das Medienprojekt zu starten.

1. Migration gab es schon immer

Migration ist so alt wie die Menschheit. Das Kapitel zeichnet die Anfänge der Migration nach und zeigt, wie mit der Besiedelung der arabischen Halbinsel durch äquatorialafrikanische Migranten und der späteren „Völkerwanderung“ in Europa Kontakte und Verbindungen zwischen Menschengruppen unterschiedlicher Regionen geschaffen werden und Wissen über verschiedene Lebensräume hinaus weitergegeben werden konnte.

2. Wer migriert, warum und wohin

Vor allem die globale Vernetzung der Wirtschaft hat dem Migrationsprozess in den letzten Jahrzehnten eine neue Dynamik verliehen. In fünf Unterkapiteln werden Typen sowie Umfang und Trends von Migration dargestellt. Welche Chancen und Risiken ergeben sich für Migranten durch die zunehmende Globalisierung? Welche Rolle spielen Frauen und Kinder im Migrationsprozess?

Herkunfts- und Zielregionen internationaler Migranten.

3. Wanderung, Wohlstand und Entwicklung

Kann Migration als Alternative zu Entwicklungshilfe betrachtet werden? Inwieweit können Geldüberweisungen von im Ausland lebenden Migranten einen Beitrag zur Entwicklung des Heimatlandes leisten? Wie wahrscheinlich ist ihre Rückkehr in das Herkunftsland und welche Chancen können daraus für die heimische Wirtschaft entstehen?

Geldtransfers von Migranten fließen vorwiegend aus entwickelten Regionen in Entwicklungsregionen.

4. Migration, Konflikte und Sicherheit

Flüchtlinge genießen auf der Grundlage der UN-Flüchtlingskonvention von 1951 und den ergänzenden Protokollen von 1967 internationalen Schutz, in welchem Land sie sich auch gerade befinden mögen. In der Realität garantiert der Flüchtlingsstatus jedoch häufig keinen Schutz – Flüchtlinge geraten in kriegerische Auseinandersetzungen, werden selbst in Flüchtlingslagern Opfer von Gewalt oder sind Schlepperbanden ausgeliefert. Die restriktive Einwanderungspolitik der „Festung Europa“ soll zum Schutz der eigenen Sicherheit beitragen, gleichzeitig verschlimmert sie jedoch auf fatale Weise die Situation vieler Flüchtlinge.

Konflikte als Migrationsursache und UN-Einsätze in Afrika.

5. Integration, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Migration trägt zur gesellschaftlichen Verschiedenheit und Vielfalt bei, gleichzeitig beinhaltet sie die Gefahr von Diskriminierung, Marginalisierung und ethnischem Rückzug. Welche Konzepte und praktische Politik können zu einer verbesserten Integration von Migranten und damit zu einem stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen?

Anteil der Zuwanderer aus Entwicklungsländern in ausgewählten entwickelten Ländern.

6. Klimawandel und Migration

Veränderte Umweltbedingungen sind seit Jahrtausenden ein Hauptgrund für die Migration oft großer Bevölkerungsgruppen. Diese Prozesse werden heute durch den Klimawandel und fortschreitende Umweltzerstörung weltweit beschleunigt und führen zu einer steigenden Zahl von „Klimaflüchtlingen“. Wer muss handeln, um dem Klimawandel und der damit verbundenen globalen Ungerechtigkeit zu begegnen?

Brennpunkte klimabedingter Migration

7. Menschenrechte und globale Steuerung von Flucht und Migration

Grundlage jeder Migrationspolitik muss es sein, dass die Menschenrechte der Migranten garantiert werden. Welche internationalen Menschenrechtsvereinbarungen gibt es und wie werden sie umgesetzt? Wie können Staaten die bestehende Kluft zwischen der eigenen Souveränität und Kooperation mit anderen Staaten zum Schutz von Migranten überwinden? Welche Aufgabe kommt internationalen Organisationen in diesem Zusammenhang zu?

8. Fazit: Migrationspolitik, Mobilität und Entwicklung

Migrationsfragen müssen, da sind sich internationale Experten und Organisationen einig, stärker in Entwicklungsstrategien für wirtschaftlich ärmere Länder einbezogen werden. Wie können politische Reformen auf diesem Gebiet erreicht werden? Wie kann eine sachliche Debatte über Migration in den Aufnahmeländern gefördert werden, um das Potenzial von Migration zur Geltung kommen zu lassen?